MATERIA PRIMA

Empfohlene Schulfächer: Ethik, Geographie, Geschichte, Medienkunde, Politik, Sozialkunde, Wirtschaft

Themen:  Bolivien, Geschichte, Kolonialismus, Bodenschätze, Rohstoffabbau, Industrialisierung, Digitalisierung, Indigene, Armut, Ausbeutung, Emanzipation, Zukunft
Zeitumfang: 3-4 UE
Klassenstufen: 9–12

Film: MATERIA PRIMA

Regie: Jens Schanze

Deutschland, 2026

Sprache: Originalfassung (Spanisch, Englisch, Quechua, Aymara) mit deutschen Untertiteln

Dokumentation | 90 Min.

Da die Energiewende Lithium zum „neuen Gold“ macht, richten sich die Augen der Welt auf die bolivianischen Anden –Heimat der weltweit größten Vorkommen. Während europäische Diplomat*innen und Industriegiganten darum wetteifern, sich die Rohstoffe zu sichern, die zur Rettung der westlichen grünen Industrie benötigt werden, mobilisiert die bolivianische Zivilgesellschaft –vorwiegend angeführt von Frauen –gegen eine neue Welle kolonialistischer Rohstoffausbeutung.

Aus einer vielschichtigen Perspektive beleuchtet der Film den Konflikt zwischen den grünen Träumen des Globalen Nordens und der gelebten Realität der Bauern, Hirtinnen und Bergleute, die mit den Folgen der Industrialisierung konfrontiert sind. Dabei wirft der Film eine kritische Frage auf: Ist die grüne Revolution nur eine neue Maske für alte Ausbeutungund sind wir wirklich bereit für die Dekolonialisierung?