The Suffering Grasses

Montag, 5. 11., 20:00 Uhr, 18:30 Uhr Podiumsdiskussion

USA / Syrien 2012, Regie: Iara Lee, Dokumentation, 50 Min, OmeU

2012-suffering-grassesEin Jahr nach dem Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien im Zuge des arabischen Frühlings nimmt uns die Dokumentarfilmerin Iara Lee mit zu den wahren Leidtragenden des Konflikts, den Menschen vor Ort. Der Film untersucht das Spannungsfeld zwischen humanitärem Konflikt, der Machtpolitik von Assads Baath-Regime und den Aktionen der Freien Syrischen Armee – und zwar durch die Augen der betroffenen Bevölkerung. Der Film ist nah dran an den AkteurInnen des aktuellen Geschehens und schafft so eine sehr menschliche Darstellung des Konflikts, die in westlichen Medien sonst nur wenig Platz findet. Neben der Reise ins Krisengebiet selbst führt der Film auch ins Innere eines Flüchtlingslagers auf türkischem Gebiet. Der Fokus liegt jedoch nicht allein auf der Not der Vertriebenen, denn es geht auch um die Darstellung der AkteurInnen und Ihrer Motivation in diesem Konflikt, zu denen auch Staaten wie die USA, Israel, Russland, China, Iran oder Libanon gehören. Zwischen diesen Giganten der Politik kann der einzelne Mensch schnell zerrieben werden – »wenn Elefanten in den Krieg ziehen, ist es das Gras, was leidet«.