Archiv der Kategorie: filme-2017

Magallanes

Drama | Salvador del Solar | Peru | 2015 | 109 min | OmeU

Der Ex-Soldat Magallanes verdingt sich als Taxifahrer und chauffiert gelegentlich einen früheren Colonel, der auch sein ehemaliger Befehlshaber war. Doch da ist noch mehr, was die beiden verbindet: ein Geheimnis, in das auch die ärmliche Celina verwickelt ist, die einen Friseurladen in Lima betreibt.

My Own Private War

Doku | Lidija Zelovic | Niederlande/ Bosnien/ Herzegowina | 2016 | 57 min | OmeU

Die Serbin Lidija Zelović wuchs in Sarajevo auf und floh mit ihrer Familie wegen des Bürgerkriegs auf dem Balkan zu Beginn der 90-er Jahre in die Niederlande. Später berichtete sie als Fernsehjournalistin aus ihrer Heimat – und kehrt noch einmal dorthin zurück. Schon seit vielen Jahren sucht sie nach Erklärungen für die schrecklichen Ereignisse in ihrer Heimat. Meist tauchen dabei allerdings wieder neue Fragen auf: Was wäre geschehen, wenn ich nie fortgegangen wäre? Gibt es das überhaupt, das Gute und das Böse? Mit eindrucksvollen Bildern und teils sehr emotional geführten Gesprächen versucht die Filmemacherin zu ergründen, wie Krieg entsteht und wie er die Menschen für seine Zwecke instrumentalisiert.

Nowhere To Hide

Doku | Zaradasht Ahmed | Norwegen/ Schweden | 2016 | 85 min | OmeU

Der Krankenpfleger Nori lebt und arbeitet im sogenannten „Dreieck des Todes“ in der irakischen Provinz Diyala. Mit dem Abzug der Amerikaner 2011 beginnt er mit einer Videokamera seinen Alltag zu filmen und schafft so ein außergewöhnliches Dokument der vergessenen Opfer des Irakkrieges und des Terrors des „Islamischen Staates“. Nori nähert sich seiner Aufgabe als Kameramann vorsichtig an, experimentiert mit den Möglichkeiten und behält dabei immer einen intimen zugewandten Blick auf seine Protagonist*innen.

Concerning Violence

Doku | Göran Hugo Olsson | Schweden/ Dänemark/ USA | 2014 |89 min | OmeU

Nach Frantz Fanons berühmtem Buch “Die Verdammten dieser Erde“ erzählt der Film von den Aufständen, die zur Entkolonialisierung Afrikas führen sollten. Dabei konzentriert sich Göran Olsson auf Archivmaterial, welches schwedische Dokumentarfilmer und Fernsehjournalisten 1966-1984 in Afrika aufgenommen haben, z.B. von der Befreiungsbewegung in Angola, der Frelimo in Mozambique und dem Unabhängigkeitskampf in Guinea-Bissau. Die Musikerin Lauryn Hill erweckt die polarisierenden Texte Fanons zum Leben, die das Bildmaterial strukturieren und kommentieren. Ein Blick auf heutige Konflikte zeigt, dass Afrika auch über 50 Jahre nach Fanons Tod die Folgen der jahrhundertelangen europäischen Raubzüge noch lange nicht überwunden hat.

On The Move

Doku |Tsira Gvasalia | Georgien | 2013 | 50 min | OmeU

Der Film schildert den vermeintlich gelassenen und passiven Alltag von Bewohner/innen im Altenheim, der jedoch auf den zweiten Blick von intensiven Leidenschaften und zahlreichen Interessen geprägt ist. Die Bewohner haben noch Träume und klammern sich an die letzten Lieben ihres Lebens, im Bewusstsein, dass ihnen nicht mehr viel Zeit verbleibt.

When Two Worlds Collide

Doku | Heidi Brandenburg & Mathew Orzel | USA/ Peru/ UK | 2016 | 103 min | OmeU

Der Clash zweier Welten: Auf der einen Seite der peruanische Präsident Alan Garcia, der die Wirtschaft seines Landes stärken will, indem er Öl, Minerale und Gas aus dem bisher unberührten Naturschutzgebiet des Amazonas fördern lässt. Und auf der anderen Seite Alberto Pizango, der Anführer der größten Protestbewegungen indigener Ureinwohner in Südamerika. Für die dort ansässigen Indigenen eine doppelte Bedrohung: Ihr Lebensraum wird ihnen entrissen, und die Verschmutzung der Natur gefährdet ihre Gesundheit. Pizango versucht anfangs mit leidenschaftlichen Reden gegen Garcias zerstörende Handlungen zu kämpfen und die Ureinwohner zu schützen. Aber Präsident Garcia hört nicht wirklich zu und sorgt sich nicht um die Bitten und die Proteste – der Konflikt zwischen den zwei Welten wird immer gewaltsamer.

For All The World To See

Doku | Claudia Schmid | Deutschland | 2017 | 90 min | OmdU

Asien, Afrika, Europa – in Benin, in Bangladesch, in der DR Kongo, aber auch mitten in Deutschland: Gewalt an Frauen ist allgegenwärtig. Der Film taucht ein in die Lebenswelt von Frauen, die schlimmster Gewalt ausgesetzt waren, und die sich frei gekämpft haben. Sie erzählen von der Gewalt, die ihnen angetan wurde, ihrem Kampf ums Überleben, ihren Ängsten und Hoffnungen und ihren aktuellen Versuchen, ein neues Leben jenseits der Gewalt aufzubauen. Sie haben die Initiative ergriffen und sich trotz großer Gefahr zur Wehr gesetzt. Und die Männer? Viele schildern die Gewalt gegen Frauen als normalen Bestandteil ihres Alltags. Wird die Frau geschlagen, hat sie es verdient. Eine selbstbestimmte Frau macht Angst, darf also nicht sein. Wehrt sie sich, droht er damit, ihr die Kinder wegzunehmen und sie aus dem Haus zu werfen – mittellos.

Wrong Elements

Doku | Jonathan Littell | Frankreich/ Deutschland/ Belgien | 2017 | 133 min | OmeU

Der junge Kämpfer Joseph Kony gründet Ende der 80er Jahre in Uganda eine Rebellenbewegung, die sich gegen die Regierung richtet. Kony rekrutiert auch Kinder und Jugendliche als Soldaten, lässt sie entführen und zwingt sie zum Dienst an der Waffe. Die Freunde Geoffrey, Nighty, Mike und Lapisa waren Kindersoldaten, die einst von Kony gezwungen wurden, Menschen zu töten. Sie schafften es zu entkommen und aufgrund einer Amnestie-Regelung wieder in die Gesellschaft integriert zu werden. Heute versuchen die vier, ein normales Leben zu führen. Für die Dokumentation erzählen sie davon, wie sie von Opfern zu Tätern wurden.

The Things

Doku | Nino Gogua | Georgien | 2016 | 64 min| OmeU

Im Mittelpunkt stehen die einzigen und letzten DINGE, die georgische Binnenflüchtlinge während des Russisch-Georgischen Krieges 2008 auf der Flucht aus ihren Heimatdörfern in Südossetien retten konnten. Der Film enthüllt über die Beziehungen der Besitzer zu ihren Dingen den Alltag der Flüchtlinge: „Die Dinge“ erzählt die universelle Geschichte einer Fluchterfahrung.

Madonna

Doku |Nino Gogua | Georgien | 2014 | 58 min | OmeU

Die 57 Jahre alte Madonna ist die einzige Busfahrerin in Georgien. Einst eine bekannte sowjetische Straßenbahnfahrerin, kämpft sie heute gegen die konventionellen Gesetze einer traditionellen Gesellschaft, die ihre Berufstätigkeit als „Männerjob“ wahrnimmt. Sie weigert sich mit dem Fahren aufzuhören und fordert ein, als Frau akzeptiert zu werden.

Der Junge und die Welt

Animationsfilm | Ale Abreu | Brasilien | 2013 | 80 min | Ohne Dialoge | empfohlen ab 8 Jahren

Cuca, ein aufgeweckter, kleiner Junge, führt ein sehr einfaches und glückliches Leben mit seinen Eltern, die als Farmer aber immer größere Schwierigkeiten haben, für sich und ihren Sohn zu sorgen. So sieht sich der Vater eines Tages dazu gezwungen, alleine in Richtung Stadt aufzubrechen, um dort nach einer ertragreicheren Arbeit zu suchen. Sehnsüchtig reist Cuca ihm nach und erlebt den Übergang vom ländlichen Leben zur industriell geprägten Großstadt, die von einem Militärregime beherrscht wird, sodass er all seinen Mut zusammennehmen muss, um den Gefahren zu trotzen und seinen Vater zu finden. Eine lyrische und träumerische Reise, die durch die Augen eines Kindes auf brillante Weise die Probleme der modernen Welt aufzeigt.

Welcome To Refugeestan

Doku | Anne Poiret | Frankreich | 2016 | OmeU

Fast 17 Millionen Menschen leben weltweit in Flüchtlingslagern. Die UNHCR und NGOs haben Methoden entwickelt, diese Camps zu führen, die sowohl effizient als auch absurd sind. Der Film beleuchtet die Lager in Kenia, Tansania, Jordanien und an der Grenze zu Griechenland/Mazedonien sowie das UNHCR-Hauptquartier in Genf. Es zeigt ein unermessliches System, welches humanitäre Belange mit dem Management unerwünschter Menschen verbindet, die reiche Länder ausgrenzen wollen – was auch immer es kostet.

Trapped By Law

Doku | Sami Mustafa | Deutschland/ Serbien/ Kosovo | 2015 | 90 min | OmdU

Die beiden Roma Kefaet und Selami, zwei Brüder und Rapper, die in Essen als Asylbewerber aufgewachsen sind, werden im März 2010 in den Kosovo abgeschoben. Sie kommen, getrennt von ihrer Familie, in ein Land, das ihnen vollkommen unbekannt ist. Dort fühlen sie sich wie Touristen und treffen auf bislang unbekannte Verwandte. Statt Hilfe und Unterstützung erfahren sie nur Ablehnung. Es beginnt eine Odyssee durch den Behördendschungel, die geprägt ist von immer neuen Hoffnungen und Enttäuschungen. Ihre Ausreiseanträge werden regelmäßig ohne Begründung abgelehnt. Schließlich erhalten sie eine Einladung zu einem Festival nach Slowenien, die es ihnen ermöglichen könnte, nach Deutschland weiter zu reisen. Kommt ihre Geschichte doch noch zu einem guten Ende? Regisseur Sami Mustafa hat Selami und Kefaet über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren mit der Kamera begleitet. Es ist ein intimes Porträt zweier Brüder entstanden, die ihre alte Heimat verloren und ihre neue noch nicht gefunden haben. Ein Film über Heimat, Familie, Flucht und das Gefühl, zwischen zwei Welten zu leben.

Street Dancers

Doku | Xuban Intxausti | Spanien | 2016 | 56 min | OmeU | ab 12 Jahren empfohlen

Das Artistenduo Sra. Polaroiska leitet einen Tanzworkshop in Plovdiv (Bulgarien) mit jungen Mitgliedern der lokalen Roma-Gemeinde, um gemeinsam eine Tanzshow einzustudieren. Die Dokumentation zeigt, wie Tanz, Kunst und Kultur ein Mittel sein kann gegen Vorurteile, soziale Ausgrenzung und die Angst vor dem Anderen.

DIY Country

Doku | Antony Butts | Ukraine | 2016 | 90 min | OmeU

Im Frühling 2014 übernehmen bewaffnete Truppen pro-russischer Rebellen die Kontrolle der örtlichen Behörden in Donbass und geben ein Referendum über die Abspaltung der Ukraine bekannt. Über eine Zeitspanne von zwei Jahren zeigt „DIY Country“ die Ursprünge und Entwicklung der Volksrepublik von Donezk in der Ostukraine. Von hoffnungsvollen und naiven Anfängen, bis hin zu Zerstörung und Machtkämpfen. Gestützt auf konkrete menschliche Erfahrungen und Situationen erfasst der Filmemacher Antony Butts nicht nur die Bestimmtheit und die Leidenschaft, sondern auch die Naivität, die Arroganz und Grausamkeiten der Teilnehmer des Staatsstreichs.

Oscuro Animal

 Drama | Felipe Guerrero | Kolumbien/ Griechenland/ Argentinien/ Deutschland/ Niederlande | 2016 | 90 min | OmeU

Nach einem heftigen Sturm bricht in Kolumbien der Morgen an. Irgendwo in den Tiefen des Urwalds ist ROCIOS Ehemann verschwunden und sie muss ihr Dorf verlassen, nachdem es verwüstet wurde. Irgendwo ist LA MONA. Sie hat ihren jungen und gewalttätigen Freund erstochen. Irgendwo ist NELSA. Sie ist desertiert, nachdem sie den Befehl ausgeführt hat, die verstümmelten Leichen von hingerichteten Bauern zu verbrennen. Die drei Frauen flüchten aus ihrem lebensfeindlich gewordenen Umfeld in die Anonymität der Hauptstadt Bogota und finden auf ihrer Reise liebe und unliebsame Wegbegleiter, die die Vertriebenen bis an ihr Ziel bringen sollen.

We Are Humanity

Doku | Alexandre Dereims | Frankreich/ Indien | 2016 | 90 min | OmdU

Auf einer Insel im Indischen Ozean leben die Jarawa abgeschieden vom Rest der Zivilisation und glücklich mit dem, was sie haben und eben nicht haben. Als eines der wenigen verbliebenen Urvölker pflegen sie ihre Lebensweise als Jäger und Sammler – singend, friedlich und im Einklang mit der Natur. Der französische Regisseur Alexandre Dereims hat es geschafft, das Vertrauen der Jarawa zu gewinnen, und erzählt uns die Geschichte eines bedrohten Paradieses und seiner Bewohner in ruhigen, eindrucksvollen Bildern.

Theater Of Life

Doku | Peter Svatek | Kanada | 2016 | 94 min | OmeU

In einer Mailänder Armenküche treffen zwei unterschiedliche Welten in einem außergewöhnlichen sozialen Experiment aufeinander. Der Film fängt die besondere Beziehung ein, die zwischen den weltbesten Köchen der Haute Cuisine und den am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen der Stadt geschmiedet wurde: Flüchtlinge, Drogensüchtige auf Entzug, ehemalige Prostituierte und jene Menschen, die nirgendwo anders eine gute Mahlzeit bekommen.

Lost In Lebanon

Doku | Sophia & Georgia Scott | UK | 2017 | 80 min | OmeU

Der Libanon ist ein Land mit knapp fünf Millionen Einwohnern, in dem mehr als eine Million syrische Flüchtlinge Zuflucht gefunden haben. Aus Angst, dass die Situation außer Kontrolle geraten würde, begann die libanesische Regierung im Jahr 2015 mit der Verschärfung ihrer Asylpolitik. Als Folge der neuen Visumbeschränkungen befanden sich etwa 80 Prozent der Syrer in der Position illegaler Migranten. Der Film verwebt vier Geschichten, die die extremen Situationen von Menschen zeigen, denen das Recht auf ein Zuhause verwehrt wird. Welche Möglichkeiten bleiben den Syrer, wenn sie nicht zurück gehen können, und auf der anderen Seite die Nachbarländer Jordanien, Türkei und Libanon es sich nicht leisten, Hunderttausende von Neuankömmlingen aufzunehmen?

The Good Postman

 Doku | Tonislav Hristov | Finnland/ Bulgarien | 2016 | 80 min | OmeU

Ein kleines, störrisches Dorf in der Nähe der bulgarisch-türkischen Grenze: es ist schon sehr lange her, dass Fremde in das Dorf kamen. Doch nun ist es das Tor nach Europa für Flüchtlinge, hauptsächlich aus Syrien. Die alteingesessenen Bewohner haben geteilte Meinungen. Da bald die Bürgermeisterwahl ansteht, wird diese gespaltene Meinung auch zum Hauptwahlkampfthema. Briefträger Ivan verfolgt eine politische Vision: Er will sich zur Wahl aufstellen und ein verlassenes Haus renovieren, um ein neues Zuhause für die syrischen Familien zu errichten. Sein politischer Gegner, dem diese Idee überhaupt nicht gefällt, will das besagte Haus lieber zum ersten Internetclub für eine eher ältere Gesellschaft des Dorfes umgestalten. Wer wird wohl gewinnen…?

Rodnye

Doku | Vitaly Mansky | Lettland / Deutschland / Estland / Ukraine | 2016 | 112 min | OmeU

Nach der Ankündigung der ukrainischen Regierung, das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union nicht unterzeichnen zu wollen, brachen im November 2013 die ersten Bürgerproteste innerhalb der ukrainischen Bevölkerung aus. Seither herrschen im Land noch größere Spannungen als zuvor. Seit den Bürgerprotesten auf dem Majdan in Kiew und der Besetzung der Krim-Halbinsel vollziehen sich Umbrüche im Land. Der ukrainisch-russische Regisseur Vitaliy Manskiy versucht anhand seiner eigenen großen, aber verstreut lebenden Familie die unterschiedlichen Sichtweisen seiner Angehörigen einzufangen und reist dafür kreuz und quer durch die Ukraine.

When The Earth Seems To Be Light

Doku | Salome Machaidze, Davit Meskhi & Tamuna Karumidze | Georgia | 2015 | 76 min | OmEU

Der Film erzählt die Geschichte von jungen Skatern und Musikern, die sich in der widersprüchlichen Realität eines post-sowjetischen Landes verlieren – ein Land, in dem man an der Macht der Kirche und der Politik zerbrechen kann. Ein dichter Blick in die Welt von Jugendlichen, die sich auf der Suche nach Freiheit und Romantik befinden.

The Dazzling Light Of Sunset

Doku |Salomé Jashi | Georgia/Germany | 2016 |
74min |OmeU

In mehreren Geschichten rund um einen lokalen TV-Sender zeichnet der Film ein pseudo-ethnografisches Porträt einer kleinen Stadt. Ein Ort, in dem Rituale und Traditionen die Regeln des Alltags bestimmen und zugleich als ferne Reflektion die moderne Welt zunehmend ins Bewusstsein dringt. Wie kann man sich selbst am besten darstellen? Die Vielzahl der Charaktere, Orte und Ereignisse erschaffen ein Mosaik der Kleinstadt, ein Porträt der ganzen Nation, in der Schein mehr gilt als Inhalt.

Altzaney

Doku | Nino Orjonikidze & Vano Arsenishvili | Georgia | 2009 | 30min | OmEU

Die 87 Jahre alte Altzaney ist die Autorität im Pankisi Tal. Sie ist die Einzige, der die lokalen Bewohner vertrauen – sie vertrauen ihr ihre Probleme an, wie auch die Körper der Toten, die zu betrauern sind. Die Menschen im Pankisi Tal sehen in Atzaney eine Mediatorin zwischen zwei Welten. Wie kann eine Frau in einem der patriarchalischsten Orte in Georgien eine derartige Autorität erlangen – in einem Ort, in dem bis heute Tradition mehr gilt als das Gesetz?

Ovarian Psycos

Doku | Johana Sokolowski & Kate Trumbull – LaValle | USA | 2016 | 72 min | OmeU

„The Ovarian Psycos Cycle Brigade“ (deutsch: „Die Psycho Eierstockzyklus Brigade“): Genau so frech und provokant wie der Name soll auch ihre Botschaft sein. Eine Gruppe von Frauen aus dem Osten Los Angeles will durch das Fahrradfahren bei Nacht auf die gesellschaftlichen Probleme wie Gewalt an Frauen mit Migrationshintergrund aufmerksam machen. Der Film zeigt auch den Alltag der Ovarion Psycos: Gründerin Xela de la X, die versucht ihren Aktivismus und die Erziehung ihrer Tochter in Einklang zu bringen; Straßenkünstlerin Andi hat sich von ihrer Familie getrennt und strebt nun eine führende Position innerhalb der Gruppe an; und die großäugige Rekrutin Evie gewinnt trotz der Armut und Sorgen neues Vertrauen.